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FH Burgenland: Projekt FRAUEN(AR)MUT abgeschlossen

Die Verbesserung der Berufs- und Lebensperspektiven für Frauen im Burgenland war das erklärte Ziel eines von der FH Burgenland, Department Soziales, initiierten Projekts. Eineinhalb Jahre lang beschäftigte sich ein interdisziplinär zusammengesetztes Team mit der
Erhebung eines Status-quo im Land und dem Knüpfen und Festigen von Netzwerken.

Eisenstadt, 03.03.2020 - Das vom Europäischen Sozialfonds und dem Amt der Burgenländischen Landesregierung geförderte Projekt „Gegen Frauenarmut im Burgenland – Berufs- und Lebensperspektiven für Frauen im Burgenland“ kam am 28. Februar zum Abschluss. Gemeinsam mit Arbeiterkammer Burgenland und Land Burgenland lud die FH Burgenland darum fünf Tage vor dem Internationalen Frauentag zu einem Meet-up. Auch die von Frauenlandesrätin Astrid Eisenkopf initiierte Ausstellung „Mutige Frauen im Burgenland“ wurde eröffnet. Die Ausstellung zeigt Portraits von 16 Frauen,
die Besonderes im und für das Land Burgenland leisten oder geleistet haben. Unter ihnen finden sich die Vizepräsidentin der Arbeiterkammer Burgenland, Bianca Graf genauso wie FH Burgenlands Vizerektorin für Forschung und Innovation, Silvia Ettl-Huber.

Bei ihrer Eröffnung betonte Landeshauptmann Stellvertreterin Astrid Eisenkopf die Wichtigkeit des Projekts: „Armut kann jede Frau treffen. Egal welches Alter, in welcher Lebenssituation sie sich befindet oder in welcher Region sie lebt. Im Projekt „Frauen(Ar)Mut“ wurden Ursachen und regionale Unterschiede von Frauenarmut im Burgenland analysiert. Die Ergebnisse schaffen somit die Grundlage, um auf diese Herausforderungen mit Maßnahmen reagieren zu können. Denn eines ist klar und das muss unser Ziel sein: Ein Frauenleben darf nicht zur Armutsfalle werden.“

Mit den richtigen Maßnahmen gegen Frauenarmut

Das Projekt FRAUEN(AR)MUT startete im Sommer 2018 durch eine Online-Umfrage zur Erhebung unterschiedlicher Aspekte der „Berufs- und Lebensperspektiven für Frauen im Burgenland“. Als Grundlage für die Fragen dienten zahlreiche Studien zur Situation von Frauen, die im Burgenland leben und arbeiten. Insgesamt 355 Onlinefragebögen konnten ausgewertet werden. Es folgten vier Fokusgruppen im Nordburgenland, dem Seewinkel, dem Mittel- und Südburgenland zur vertiefenden Diskussion der Ergebnisse mit regionalen Expertinnen und Experten, mit Betroffenen und Behördenvertretern.

Das durch die regionalen Bedürfnisse und Chancen identifizierte und gewonnene Wissen legte im Zuge einer Fachtagung im Herbst 2019 den Grundstein für die nachfolgende Netzwerkbildung. Von November bis Februar fanden Netzwerktreffen in zahlreichen Frauenberatungsstellen und Sozialökonomische Betrieben statt. Besprochene Themen waren: Leistbares Wohnen, Zugang zu Förderungen, Wissenstransfer und die Bedeutung tragfähiger Netzwerke.

„Aus unserer Beschäftigung mit dem Thema konnten Ideen und Maßnahmen gegen Frauenarmut erarbeitet werden, die wir in einem Bericht vorstellen“, erklärt Projektleiterin Elke Szalai von der FH Burgenland. „Generell kann gesagt werden, dass ein Aufbauen auf die guten im Burgenland vorhandenen Wissensgrundlagen, eine ausreichende finanzielle Dotierung von Maßnahmen gegen Frauenarmut sowie ein Unterstützen der vorhandenen Netzwerke wesentliche Schritte zur Verbesserung der Berufsund Lebensperspektiven für Frauen im Burgenland darstellen.“