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KRAGES: Coronavirus

  • Ab 16. März 2020: Nicht akute und geplante Operationen werden verschoben – Betroffene werden von den Spitälern persönlich informiert – Maßnahme gilt vorerst für vier Wochen
  • Ab 13. März 2020 keine Besuche mehr in den fünf burgenländischen Krankenhäusern gestattet – Ausnahmen nur in begründeten Einzelfällen
  • Bei Symptomen: Zu Hause bleiben! Nicht ins Spital kommen! Gesundheitstelefon 1450 anrufen!

Eisenstadt, 12. März 2020 - Die burgenländischen Spitäler in Eisenstadt, Oberwart, Oberpullendorf, Güssing und Kittsee setzen weitere Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus. Die Burgenländische Krankenanstalten-Ges.m.b.H und das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eisenstadt sind mit dem Koordinationsstab Coronavirus des Landes Burgenland abgestimmt.

Gemeinsames Ziel ist es, die Bevölkerung des Burgenlandes trotz der Maßnahmen gegen den Coronavirus in Notfällen und bei akuten Erkrankungen in Wohnortnähe verlässlich versorgen und behandeln zu können.

Die Maßnahmen sind:

1. Verschieben nicht akuter, geplanter Operationen

Derzeit müssen Spitalsbetreiber europaweit besonders auf den Ressourceneinsatz achten. Auch die burgenländischen Spitäler tragen dafür Sorge, auf absehbare Zeit auf jeden Fall für akute Fälle gerüstet zu bleiben.

Die Zahl der elektiven – also planbaren und nicht akuten – Eingriffe wird ab 16. März 2020 in den burgenländischen Spitälern deswegen zunächst für einen Zeitraum von vier Wochen (bis nach Ostern) eingeschränkt. Die Maßnahme wird selbstverständlich laufend evaluiert.

Zu unterstreichen ist dabei: Verschoben werden ausschließlich nicht akute Fälle. Beispielsweise lebensbedrohlich Erkrankte oder Patienten mit einer Krebserkrankung sind selbstverständlich nicht betroffen. Es soll kein gesundheitlicher Schaden durch die Verschiebung einer Operation entstehen.

Jeder Entscheidung geht eine ärztliche Einzelfallüberprüfung voran. Wichtig ist auch: Die zuständige Abteilung informiert Patientinnen und Patienten von sich aus direkt und sucht so rasch wie möglich auch einen neuen OP-Termin.

2. Bis auf weiteres keine Besuche in Spitälern

Ab Freitag, 13. März 2020, sind bis auf weiteres generell keine Besuche in den burgenländischen Krankenhäusern gestattet. Die Maßnahmen dienen dem vorbeugenden Schutz der Bevölkerung, insbesondere aller Patientinnen und Patienten sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Spital.

Ziel ist, dass sich das Coronavirus weniger schnell ausbreitet. Jeder, Besucher, Patient, Mitarbeiter, wird ersucht, den diesbezüglichen Anweisungen des befugten Personals im Krankenhaus auf jeden Fall Folge zu leisten.

  • Ausnahmen sind auf Palliativ-Stationen, Intensivstationen, Kinderstationen, für Kinder auf HNO-Stationen sowie für Väter nach Geburten vorgesehen. Hier sind Besuche für je eine Person die Eltern von Kindern gestattet.
  • Bei Patienten mit schweren Erkrankungen (z.B. in der Onkologie) können in Abstimmung mit der Anstaltsleitung bzw. der Station individuelle Ausnahmen vereinbart werden.
  • In den Ambulanzen ist die Begleitung von bedürftigen Patientinnen und Patienten durch eine Person

Patientinnen und Patienten können alle Möglichkeiten der Online-Kommunikation nutzen. In den Krankenhäusern besteht die Möglichkeit des Internetzugangs.

3. Bei Symptomen: Zu Hause bleiben, Gesundheitstelefon 1450 anrufen

Ganz wichtig zu betonen ist es nach wie vor, dass Menschen mit Symptomen wie Husten, Halsweh, Fieber und Atembeschwerden nicht ins Krankenhaus in die Ambulanzen oder in Arztpraxen kommen sollen. Insbesondere ergeht die Bitte an jene Personen, die in den letzten 14 Tagen in einem Corona-Risikogebiet (beispielsweise Italien, China, Indien oder dem Iran) waren: Bleiben Sie zu Hause und rufen Sie die telefonische Gesundheitsberatung unter der Nummer 1450 an. Dort nimmt speziell geschultes Fachpersonal Ihre Anfragen entgegen und besprechen mit Ihnen die weitere Vorgehensweise.

Krankenhausverantwortliche ersuchen um Verständnis für Maßnahmen

Harald Keckeis, Geschäftsführer der KRAGES, sagt: „Meine Verantwortung als Geschäftsführer der Burgenländischen Krankenanstalten ist es, den Betrieb unserer Akutspitäler gerade jetzt sicher zu stellen. Daher müssen wir jetzt besondere Maßnahmen setzen, möglicherweise werden noch weitere notwendig sein. Dafür bitte ich um Verständnis.“

”Die Ausbreitung und Tragweite des Coronavirus sind noch nicht absehbar. Um die Versorgung gesundheitlich bedrohter Menschen sicher zu stellen, zum Schutz unserer Patienten und unserer Mitarbeiter, müssen wir diese besonderen Maßnahmen setzen.
Ich ersuche um Verständnis bei den Betroffenen, denen dadurch Unannehmlichkeiten entstehen. Doch besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen, die einen Beitrag erfordern”,
ersucht auch der Gesamtleiter des Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eisenstadt, Robert Maurer, um Verständnis und Mithilfe.

Auch in anderen Bundesländern ergreifen Spitalsträger gleiche Maßnahmen. Entsprechende Hinweisplakate werden ab Freitag in den Spitälern ausgehängt.

Für Rückfragen:

Mag. Carla Schmirl

Kommunikation

Krankenhaus Barmherzige Brüder Eisenstadt

Tel +43 2682 601 DW 1160 I +43 664 3830580
carla.schmirl@bbeisen.at

 

Mag. Leo Szemeliker

Leiter Öffentlichkeitsarbeit

Burgenländische Krankenanstalten-Ges.m.b.H. (KRAGES)

Tel +43 5 7979 DW 30048 I +43 664 2822500
leo.szemeliker@krages.at