Neuer Standort für die Selbsthilfe-Werkstätten-Burgenland: Mehr Raum für Arbeit und Ausbildung

Mitarbeiter bei der Eröffnung

Die Selbsthilfe-Werkstätten-Burgenland-GmbH (SHW) hat einen bedeutenden Schritt nach vorne gemacht: Nach dem Umzug von Stadtschlaining nach Großpetersdorf wurde der neue Betriebsstandort feierlich eröffnet. Die moderne Infrastruktur und die erweiterten Kapazitäten schaffen die Grundlage, um künftig noch mehr Menschen mit Beeinträchtigungen einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz bieten zu können.

Ein starker Partner im Burgenland

Als gemeinnützige Tischlerei ist die SHW seit Jahrzehnten ein verlässlicher Betrieb im Burgenland. Spezialisiert auf Bautischlerei, Möbeltischlerei und Objekteinrichtungen, hat das Unternehmen unter anderem maßgeblich an der Einrichtung der neuen Klinik Oberwart mitgewirkt, stattet die Pflegestützpunkte des Landes aus und war am Pflegewohnhaus Redlschlag beteiligt. Aktuell beschäftigt die SHW 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, rund die Hälfte davon nach dem Behinderteneinstellungsgesetz.

Ausbildung im Fokus: Lehre in Teilqualifikation

Ein zentrales Ziel am neuen Standort ist der Aufbau einer Lehre in Teilqualifikation. Damit soll Menschen mit Beeinträchtigungen und benachteiligten Personen der Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtert – und in vielen Fällen überhaupt erst ermöglicht werden. Die Ausbildungsangebote sollen in den kommenden Jahren schrittweise ausgebaut werden, während der bestehende Personalstand stabil gehalten und je nach Auftragslage moderat erweitert werden soll.

Einbettung in die Sozialen Dienste Burgenland

Seit der Eingliederung in die Sozialen Dienste Burgenland im Jahr 2023 profitiert die SHW von einem starken Netzwerk. Kooperationen mit bewährten Organisationen wie RETTET DAS KIND oder VAMOS – Verein zur Integration ergänzen das Angebot und ermöglichen eine ganzheitliche Begleitung der Beschäftigten. Der neue Standort führt diesen Weg konsequent weiter. Johannes Zsifkovits, Geschäftsführer der Sozialen Dienste Burgenland, erklärt: „Der Ausbau der Arbeitsplätze und Ausbildungsmöglichkeiten für Menschen mit Beeinträchtigungen in Zusammenarbeit mit unseren anderen Fachbereichen der Sozialen Dienste ist für uns ein wesentliches Ziel.“

Nachhaltiger Umzug in bestehende Räumlichkeiten

Für den neuen Betriebsstandort wurde eine bereits bestehende Werkstätte der Firma Elkay Interior Systems Europe GmbH übernommen – großteils bereits ausgestattet. Das ermöglichte einen reibungslosen Produktionsstart und vermeidet gleichzeitig zusätzliche Bodenversiegelung. Ein klares Bekenntnis zur ressourcenschonenden Entwicklung in der Region.